Heute, am 21. März, setzen wir ein Zeichen für Vielfalt, Respekt und Chancengleichheit! 🙌✨ Das Datum ist bewusst gewählt: Menschen mit Down-Syndrom haben das 21. Chromosom dreifach statt doppelt – daher der Name Trisomie 21.
In Deutschland leben schätzungsweise 50.000 Menschen mit Down-Syndrom. Viele von ihnen begegnen täglich Herausforderungen und Vorurteilen. Doch der Fokus sollte nicht auf Defiziten liegen, sondern auf den Stärken und Potenzialen jedes Einzelnen!
🔹 Was bedeutet dieser Tag?
Der Welt-Down-Syndrom-Tag macht sichtbar, was Menschen mit Down-Syndrom brauchen, um gleichberechtigt leben zu können.
🔹 Warum bunte Socken? 🧦
Die bunten Socken, die auch die Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe Thüringen heute tragen, sind mehr als nur ein modisches Statement. Sie symbolisieren die Einzigartigkeit jedes Einzelnen und stehen für Inklusion und gegen Ausgrenzung.
Die Aktion „We are all different – our socks should be too“ (Wir sind alle unterschiedlich – unsere Socken sollten das auch sein) wurde 2013 von einer Gruppe Menschen mit Down-Syndrom aus dem Libanon ins Leben gerufen. Der Hintergrund? Unter dem Mikroskop sehen Chromosomen tatsächlich ein wenig aus wie Socken! 🧬
Foto: Katja Heinrich, Lebenshilfe Thüringen
Am Mittwoch, dem 12. März 2025 traf sich der Lebenshilfe-Rat Thüringen zu seiner ersten regulären Sitzung des neuen Jahres in den Räumen der IHK Südthüringen in Suhl. Zu Beginn sprach Herr Dr. Schulz von der IHK Südthüringen ein paar Begrüßungsworte und erzählte etwas über die IHK. IHK ist eine Abkürzung für Industrie- und Handelskammer. Sie ist z. B. zuständig für die Prüfungen von Auszubildenden. Das Gebäude in Suhl wird seit etwa 8 Jahren von der IHK Südthüringen genutzt und es gibt noch Niederlassungen in Arnstadt und Sonneberg. Die IHK ist eine Selbstverwaltung und hat hoheitliche Aufgaben. Sie ist auch die Gesamtinteressenvertretung der Wirtschaft sowie für die Förderung der gewerblichen Wirtschaft zuständig. Zu Gast beim Lebenshilfe-Rat war Sabrina Dittmar vom Lebenshilfewerk Weimar-Apolda. Sie hat mal in den Lebenshilfe-Rat Thüringen hereingeschnuppert und möchte vielleicht neues Mitglied werden. Zum besseren Kennenlernen gab es eine Vorstellungsrunde. Wir sprachen auch nochmal über das Gespräch mit dem Thüringer Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, Herrn Leibiger; kontrollierten das Protokoll von diesem Gespräch wie auch von der letzten regulären Sitzung. Nachdem wir uns in der Mittagspause gestärkt hatten, zeigte uns Vera Velske ein paar Sportübungen an denen sich jeder beteiligen konnte. Anschließend berichteten die Mitglieder über Neues aus den Einrichtungen und es wurde über den Thüringen-Tag informiert. Dieser findet vom 2. bis 4. Mai 2025 in Gotha statt und beinhaltet auch einen Inklusionstag. Unser Forderungspapier für Bewohnerbeiräte wurde in der Geschäftsführerkonferenz vorgestellt und im Nachgang angepasst. Außerdem wird das Thüringer Wohn- und Teilhabegesetz gerade überarbeitet. Im Frühjahr kann man dazu seine Meinung sagen und wir möchten die Inhalte von unserem Forderungspapier in das Gesetz einfließen lassen. Claudia Müller erwähnte auch, dass Jana Walzer nicht mehr in der Lebenshilfe Thüringen arbeitet und gerade eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gesucht wird. Alexander Eisenack informierte über Neues aus dem Rat behinderter Menschen der Bundesvereinigung. Dort wurde über die Bezeichnung von „Menschen mit geistiger Behinderung“ gesprochen. Es gab eine große Umfrage, bei der Menschen mit Behinderung sagen konnte wie sie bezeichnet werden möchten. Ein Vorschlag ist: Menschen mit Unterstützungs-Bedarf. Danach sprachen wir über die gesetzlichen Änderungen zum 1. Januar 2025. Bei der Grund-Sicherung gab es dieses Jahr keine Änderungen bei den Regel-Bedarfs-Stufen. Man bekommt genauso viel Geld wie 2024. Der Mehrbedarf für das Mittagessen in den Werkstätten steigt auf 4,40 € pro Arbeitstag (statt 4,13 €). Der Eigenanteil für die Wertmarke ist gestiegen: Für 1 Jahr muss man jetzt 104 € (statt 91 €) zahlen und für 6 Monate muss man 53 € (statt 46 €) zahlen. Für Menschen, die die Merkzeichen G, aG oder Gl im Schwerbehindertenausweis haben und Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen, ist sie kostenlos. Auch Menschen mit den Merkzeichen Bl oder H, müssen keinen Eigenanteil für ihre Wertmarke bezahlen. Das Kindergeld ist von 250 € auf 255 € gestiegen und das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen sind um 4,5 % gestiegen.
Matthias Landmann hat auf das Schwimmturnier für Menschen mit Behinderungen hingewiesen, dass am 17. Mai in Weimar stattfindet. Interessenten sollten sich schnell dafür anmelden. Außerdem wird es am 18. und 19. September noch ein Schwimmturnier in Jena geben - Einzelheiten werden dazu aber erst später veröffentlicht. Am 28. Mai gibt es den Tag der Leichten Sprache. Um darauf aufmerksam zu machen, möchte der Lebenshilfe-Rat Thüringen was auf seine Instagram Seite setzten. Wir haben auch abgestimmt wer die Nachfolge von Constanze Borchert im Landesbehindertenbeirat übernimmt: Peter Schachtschneider von der Lebenshilfe Gera. Wir haben auch darüber gesprochen wer in der Arbeitsgruppe 2 zur Umsetzung des Thüringer Maßnahmenplans mitarbeiten könnte. Es hatte sich leider niemand gefunden, da die Mitglieder neben ihrer Arbeit in den Werkstätten oder auf ihren Außenarbeitsplätzen viel zu tun haben. Ein Mitglied überlegt noch, ob er vielleicht in der Arbeitsgruppe mitarbeiten kann. Claudia Müller hat noch Informationen aus der Lebenshilfe gegeben: Die Mitgliederversammlung wird wahrscheinlich im September 2025 stattfinden. Es wird ein neuer Vorstand gewählt. Im September findet wieder das Familienseminar "Plötzlich 18" statt (5. und 6. September in Erfurt). Die ursprünglich angedachte 35-Jahr-Feier der Lebenshilfe Thüringen findet nicht statt. Stattdessen wird der Landesverband bei den Jubiläumsfeiern der Mitgliedsorganisationen in Thüringen mitwirken.
Einer der letzten Punkte der Tagesordnung war dann der Ausblick auf die Klausurtagung am 26. und 27. Juni in Jena wo am ersten Tag ein Treffen mit dem Eltern- und Angehörigenrat geplant ist. Zudem wird dann mal wieder über den Masterplan gesprochen und wir sollen uns schonmal darüber Gedanken machen wer bei dieser Klausurtagung alles mit dabei ist und in dem Veranstaltungsgebäude TSA Jena übernachtet.
Am Ende bedankten wir uns nochmal bei Herrn Dr. Schulz, der für uns den tollen Tag organisiert hatte und ließen uns zusammen mit ihm von 2 jungen Damen der Einrichtung fotografieren.
Bevor wir abreisten, erhielt jeder eine Kopie mit der Traueranzeige von Constanze Borchert. Sie war über 23 Jahre - seit der Gründung - Mitglied im Lebenshilfe-Rat Thüringen. Zudem erhielt jeder einen Danksagungsbrief von Familie Borchert. Claudia Müller verteilte am Ende noch Fragebögen zum Thema Wohnen für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf. Die sollen in den Werkstätten verteilt und ausgefüllt wieder an den Landesverband geschickt werden.
Danach traten dann alle Mitglieder, Unterstützer und Gäste wirklich die Heimreise an und werden noch lange an diesen Tag zurückdenken.
Matthias Landmann, Lebenshilfe Gera
Foto: ©Marijke Eichler, IHK Südthüringen
Die Wanderausstellung "Wohin bringt ihr uns?" des Erfurter Erinnerungsortes Topf & Söhne - die Ofenbauer von Auschwitz ist aktuell gemeinsam mit dem Projekt "Barrierefrei erinnern - Das Zentrum für Thüringen" in Soltau.
Die Lebenshilfe Soltau hat begleitend dazu ein großartiges Begleitprogramm entwickelt.
So haben sich Schülerinnen und Schüler der Lebenshilfe Soltau und des Soltauer Gymnasiums gemeinsam mit dem Thema NS-"Euthanasie" beschäftigt und Gästen ihre Arbeitsergebnisse vorgestellt. Sie zeigen wie Inklusion gelebt werden kann und wie positiv sie sich auf die Akteure und die Gäste auswirkt.
Auch die inklusive Führung unseres Projektes "Barrierefrei erinnern" wurde angeboten. Sie bot interessierten Menschen mit und ohne Behinderung einen Einblick in die Ausstellung und informierte über das Schicksal von Menschen mit Behinderungen in der Zeit des Nationalsozialismus.
Fotos: ©Silke Laubach-Klausing, LH Soltau, Claudia Müller, LH Thüringen
Am 19.02.2025 hat der Lebenshilfe Altenburg e.V. sein 35jährige Jubiläum auf dem Marktplatz in Altenburg gefeiert – es war großartig.
Der Lebenshilfe Altenburg e.V. hatte auf dem Markt in Altenburg einen Stand aufgebaut und alle Mitglieder eingeladen, gemeinsam Geburtstag zu feiern.
Bunte Luftballons tanzten in der Nachmittagssonne, Musik spielte im Hintergrund und viele Menschen mit und ohne Behinderungen haben gemeinsam das Jubiläum der Lebenshilfe Altenburg gefeiert.
Es wurde viel gelacht, miteinander gesprochen und viele Menschen haben die Lebenshilfe Altenburg wahrgenommen – mitten im Herzen der Stadt.
Foto: © Lebenshilfe Altenburg e.V.
Am 23. Februar 2025 ist Bundestagswahl. Jeder einzelne von uns hat die Möglichkeit mit der Abgabe seiner Stimme mitzugestalten, Verantwortung für unsere Zukunft zu übernehmen und sich für eine starke Demokratie einzusetzen. Der Lebenshilfe-Rat beteiligt sich an der Mitmachaktion zur Bundestagswahl #ichgehwählen.
Foto:©Lebenshilfe Thüringen, v.l.n.r.: Alexander Eisenack (LH-Rat), Dirk Wessely (Assistenz); Matthias Landmann, Vera Velske, Christoph Werner, Angelika Merten, Matthias Kühmstedt (alle LH-Rat), Claudia Müller (Assistentin LH-Rat)
Zum Abschluss ihres 64. Treffens am 3. und 4. November 2022 verabschiedeten die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern die „Erfurter Erklärung für einen inklusiven Arbeitsmarkt 2030“, welche zentrale Forderungen und Lösungsansätze für einen zukunftsfähigen, inklusiven Arbeitsmarkt beinhaltet. Im Mittelpunkt stehen dabei: Werkstätten für behinderte Menschen, Inklusionsbetriebe, Inklusives Arbeits- und Sozialrecht.
Der Lebenshilfe-Rat hat sich intensiv mit der Erfurter Erklärung auseinandergesetzt und eine umfassende Stellungnahme verfasst. In dieser Stellungnahme wird einerseits der Wert der Werkstätten für behinderte Menschen hervorgehoben, andererseits werden die bestehenden Barrieren für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt aus ihrer Perspektive heraus thematisiert. Daraus werden konkrete Rahmenbedingungen abgeleitet, die für eine gelungene Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt erforderlich wären.
Die Stellungnahme wurde an den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, sowie an den Thüringer Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, Joachim Leibiger, übermittelt. Am 4. Februar 2025 fand in den Räumen des Landesverbandes ein Gespräch zwischen dem Lebenshilfe-Rat und Herrn Leibiger statt, in dessen Mittelpunkt der Austausch zur Erfurter Erklärung stand.
Die Mitglieder des Lebenshilfe-Rates sind seit vielen Jahren – z.T. seit mehreren Jahrzehnten – in Werkstätten und auf Außenarbeitsplätzen beschäftigt. Zum Teil haben sie in der Vergangenheit Erfahrungen auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt gesammelt. Diese Erfahrungen machen sie zu Experten und wertvollen Gesprächspartnern in Fragen zur Situation von Menschen mit Behinderungen in Werkstätten und auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt.
Foto: ©Lebenshilfe Thüringen, Mitglieder und Unterstützer des Lebenshilfe-Rates Thüringen, Joachim Leibiger/TLMB (4. v. l.), Alexandra Wallrodt/Büro TLMB (5. v. l.)
Plötzlich und viel zu früh ist Constanze Borchert im Alter von nur 54 Jahren verstorben. Die Nachricht von ihrem Tod erfüllt uns mit unsagbarer Trauer, und es fällt schwer in Worte zu fassen, was ihr Verlust bedeutet.
Constanze war mehr als ein Gründungsmitglied des Lebenshilfe-Rates Thüringen. Sie war eine Wegbereiterin, eine Kämpferin und eine unermüdliche Stimme für Menschen mit Behinderungen. Mit unglaublicher Leidenschaft und tiefem Mitgefühl setzte sie sich Tag für Tag für die Rechte und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ein. Ihr Engagement reichte weit über ihre Arbeit hinaus. Als Mitglied im Landesbehindertenbeirat trug sie dazu bei, unsere Gesellschaft ein Stück gerechter und inklusiver zu machen.
Für ihren selbstlosen Einsatz wurde sie mit dem Ehrenbrief des Freistaats Thüringen ausgezeichnet – ein Zeichen der Wertschätzung, das ihrer Hingabe jedoch kaum gerecht werden kann.
Constanze war für uns alle mehr als eine Mitstreiterin. Sie war eine Freundin, ein Vorbild und ein Mensch, der mit ihrer Herzlichkeit, ihrer Stärke und ihrem Lächeln inspirierte. Sie hat Brücken gebaut – zwischen Menschen, Meinungen und Herzen.
Mit ihrem plötzlichen Tod bleibt eine große Lücke. Wir verlieren nicht nur eine engagierte Mitstreiterin, sondern auch einen Menschen, der unser aller Leben reicher gemacht hat. Doch in der Trauer über ihren Verlust bleibt auch die Dankbarkeit dafür, dass wir sie gekannt, mit ihr gearbeitet und von ihr lernen durften.
Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Liebsten, die jetzt den schweren Verlust tragen müssen. In diesen dunklen Stunden sind wir bei ihnen in tiefer Verbundenheit.
Constanze, du warst ein Licht für die Lebenshilfe Thüringen, für die Menschen, für die du gekämpft hast, und für uns alle. Dein Licht wird uns fehlen, aber wir werden es immer in unseren Herzen tragen.
In stiller Trauer und unendlichem Dank,
Die Lebenshilfe Thüringen
Am Dienstag, dem 29.10.2024 traf sich der Lebenshilfe-Rat Thüringen zur seiner Herbstsitzung beim Saale-Betreuungswerk der Lebenshilfe Jena. Da der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen Herr Leibiger, der zur Sitzung eingeladen war, kurzfristig verhindert war, mussten wir das Sitzungsprogramm umstellen. Trotz alledem gab es aufgrund der Anwesenheit des Bereichsleiters Bereichsleitung Berufliche Teilhabe der WfbM "Am Flutgraben" Raik Riebow sowie Marcel Reukauf, der Dirk Wessely vertrat, eine Vorstellungsrunde. Anschließend machten wir eine Führung durch einige Bereiche der WfbM und sahen uns u. a. an wie Rohre und Teile der Toilettenspülung sowie Autoersatzteile hergestellt werden. Im Anschluss stellten wir uns vor der Werkstatt auf, um ein Gruppenfoto zu machen. Als wir dann wieder alle im Besprechungsraum waren, sprachen wir über verschiedene Themen. Alex Eisenack berichtete zum Beispiel über das Gespräch des Beauftragten für Menschen mit Behinderungen Jürgen Dusel mit dem Rat behinderter Menschen. Ein weiterer wichtiger Punkt waren die Termine für das Jahr 2025 und diese werden am 19.03.25 voraussichtlich in Südthüringen sowie am 22.10.25 in Gera sein. Die Klausurtagung wird am 26. und 27.06.25 in Jena stattfinden - wozu wieder das TSA Hotel angefragt wurde. Wir wurden auch nochmal auf die Umfrage zu dem Thema ob der Begriff "Menschen mit geistiger Behinderung" gut ist oder geändert werden soll hingewiesen, die kurz davor per Internet verschickt wurde. Alle denen es nicht möglich ist die Umfrage per Internet auszufüllen, konnten dies per Zettel tun und diesen dann abgeben. Kurz vor dem Ende der Sitzung gab es noch ein kurzes Feedbeck zum Schwimmturnier von Special Olympics in Jena und zur Thüringer Landtagswahl. Zum Abschluss gab es noch ein gemeinsames Mittagessen und dann war die Sitzung aufgrund der Verleihung des AKZEPTANZ-Preises, die am gleichen Tag in Erfurt stattfand, bereits danach zu Ende. Matthias Landmann, Lebenshilfe Gera
© 2014 Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung - Landesverband Thüringen e.V. - 07745 Jena, Rudolstädter Str. 39, E-Mail: info@lebenshilfe-thueringen.de